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Nächste Veranstaltung:  17.11.2012 Sessionseröffnung (Nur für Mitglieder und Freunde)

Ein Auszug der Geschichte Dansweilers


Der Ort Dansweiler am Fuß der Hauptterrasse, der Ville gelegen, wird erstmals in einer Liste von Gütern genannt, mit denen der lothringische Pfalzgraf Ezzo seine Stiftung, die Abtei Brauweiler ausstattete. Diese nicht unbedenkliche Urkunde trägt die Jahresangabe 1028.

Die Abtei Brauweiler besaß zur Bewirtschaftung ihres Landsitzes In Dansweiler einen Hof, den sie zur Tilgung von Schulden im Jahre 1324 an das Kölner Stift St. Maria ad Gradus veräußerte. Er erhielt damals die Bezeichnung Marienhof. (Heute der umgebaute und restaurierte Hof an der Marienstraße /Ecke an der Maar).

Im Mittelalter hatten sowohl die Abtei Brauweiler, als auch das Kölner Kloster St. Gertrud bedeutenden Grundbesitz in Dansweiler. Politisch gehörte Dansweiler zum Amt Königsdorf im Kurfürstentum Köln. 1794 besetzten französische Truppen den Ort. Dansweiler kam an die Mairie Freimersdorf im Kanton Weiden, der zum Arrondissement Köln im Deprtement de la Roer gehörte. 1815 kam Dansweiler an das Königreich Preußen und ein Jahr später an die Gemeinde Brauweiler.

Das damalige Schulgebäude (heute kath. Kindergarten) am heutigen Lindenplatz wurde in 2 Abschnitten errichtet. 1850 wurde das Untergeschoss erbaut. 1871 wurde es um eine Etage aufgestockt. Die Jungen wurden im Obergeschoss und die Mädchen im Untergeschoss der Schule unterrichtet.

Dort wo 1963 die heutige Schule (Wolfhelmschule) an der Zehnthofstraße erbaut wurde, befand sich u. a. im 2. Weltkrieg ein Bunker für die Dansweiler Bevölkerung.

Dansweiler besaß schon immer eine Gastwirtschaft mit Tanzsaal. Diese wurde 1879 von Gerhard Hünseler errichtet. Daraus entstand dann im Jahre 1905 an der gleichen Stelle das Gasthaus „Zum Jägerhof“, einschl. einer Backstube und dem heutigen noch vorhandenen Tanzsaal (heute ein schmucker Raum zum Feiern).

Diese Gastwirtschaft ist nunmehr seit 1905 im Besitz der Familie Ruland, heute „Ruland’s Zehnthof“. Inhaber Bodo Bressin, Sohn der Eheleute Christa Bressin geb. Ruland und Georg Bressin. Seit Gründung der KG im Jahre 1984 ist dieses Gasthaus das Vereinslokal der „Löstijen Donswieler“.

Die heutige Eckkneipe „Lindeneck“ wurde 1904 von Johann Schmitz erbaut. Es entstand dort eine Metzgerei und Spezereihandlung. Nach dem Tode von Fam. Schmitz befand sich dort viele Jahre ein Lebensmittelgeschäft, welches von der Familie Ruland geführt wurde.



Entstehung und Bau der Dansweiler Kirche in den Jahren 1952/1953


Auszug aus einem Pfarrbrief, anlässlich zum 25-jährigen Weihejubiläum der Dansweiler Kirche im Jahre 1978, geschrieben von dem damaligen Priester Hans Erpenbach:

Der Gedanke ein Gotteshaus zu erbauen, reicht zurück in die Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Träger der Idee war die in Dansweiler ansässige Familie Scheer. Vater Scheer hinterließ seinen Kindern gewissermaßen das Vermächtnis, für Den Bau einer Kapelle zu sorgen. Während des 2. Weltkrieges erhielt der Gedanke neue Impulse. Ereignisse des Lichtmesstages 1943, an dem die Pfarrgemeinde Brauweiler im Gegensatz zu umliegenden Orten von Bomben verschont blieb, ließen den Ratschluss reifen, die Kirche der Königin des Friedens zu weihen. Die Nachkriegszeit verursachte etliche Schwierigkeiten den Bau der Kirche voranzutreiben. Erst im Jahre 1951 erhielt der Bauwille neuen Auftrieb durch die Geschwister Scheer. Sie erklärten sich bereit, das Grundstück für den Bau zu erwerben und den Rohbau zu finanzieren. Die Diozöse erklärte zunächst, keine finanziellen Zuschüsse gewähren zu können. Da die Pfarrgemeinde durch die Restaurierung der kriegsbeschädigten Abteikirche finanziell sehr belastet war, wurde auch hier keine Hilfe in Aussicht gestellt. Die Ortschaft war somit auf sich alleine angewiesen. Die Begeisterung der Gläubigen war so groß, dass trotzdem auf Inangriffnahme des Vorhabens gedrängt wurde. Es wurde ein Kirchenbauverein gegründet, der unter Vorsitz von Franz Wenzeler durch monatliche Sammlungen für die Restfinanzierung Sorge trug.

Die Geschwister Scheer bezahlten den gesamten Rohbau bis zum Dach. Sie erwarben das Grundstück und kauften aus Trümmergrundstücken Ziegelsteine und finanzierten den Kauf der Blendziegel. Freiwillige Helfer aus dem ganzen Dorf leisteten ständig Hilfsarbeiten. Eine besondere Rolle spielten dabei die Pensionäre, die unermüdlich bei den Ausschachtungs- und Fundamentarbeiten halfen. Auch die Jugendgruppen leisteten ständig ihren Arbeitsbeitrag. Nicht vergessen werden darf die aktive Mitarbeit aller Dorfvereine, insbesondere des Männergesangvereins, des Tambourcorps und des Sportvereins. Die monatlichen Sammlungen, wurden im wesentlichen von Frauen durchgeführt. Dadurch kamen erhebliche Summen zusammen, so dass der Bau zügig durchgeführt werden konnte. Schließlich legte auch das Generalvikariat eine kleine Beihilfe dazu.

Abgesehen von dieser Beihilfe haben die Geschwister Scheer und die Bevölkerung des Ortes den Bau und die Einrichtung bis hin zu den Paramenten und Geräten alleine finanziert. - soweit Auszug aus dem Pfarrbrief von Hans Erpenbach -

Am 4. Oktober 1953 wurde das kath. Gotteshaus „St. Maria Königin des Friedens“ durch Weihbischof Dr. Cleven eingeweiht. Daher ist auch jedes Jahr am 1. Sonntag im Oktober Dansweiler Kirchweihfest (Kirmes).

Seit dem 1. Januar 1975 gehört Dansweiler zur Großgemeinde Pulheim. Willi Mevis war der erste Bürgermeister der Stadt Pulheim. Er setzte sich u.a. vehement für den Bau der Dansweiler Mehrzweckhalle ein, die im Jahre 1984 erbaut wurde und bereits im Januar 1985 für die ersten Sitzungen genutzt werden konnte
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Hinweis


Die Texte sind Auszüge aus den Jahrbüchern „Pulheimer Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde“ sowie einem Buch von Peter Schreiner über Alte Ansichtskarten aus den Orten der Stadt Pulheim und ihrem Umland. Herausgeber: Verein für Geschichte u. Heimatkunde e.V. Adamistr. 9, 50259 Pulheim-Brauweiler. Wer sich für die Geschichte der Abtei Brauweiler und weitere Beiträge über die Umgebung interessiert, kann diesem Verein beitreten. Informationen können Sie bei der Kreissparkasse und der Raiffeisenbank Brauweiler, sowie in Pulheimer Buchhandlungen und bei der Abtei Brauweiler kostenlos erhalten.
Auszüge wurden zusammengestellt von Marlene Lorscheidt, Helenenstr. 12, 50259 Pulheim Dansweiler.